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Über EinSTEP

Die Initiative zur Neuausrichtung der Dokumentationspraxis durch die Einführung des Strukturmodells ist eine der bisher größten bundespolitischen Aktionen zur Entbürokratisierung der Pflege. Sie erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Einrichtungs- und Kostenträgern auf Bundes- und Landesebene und deren Verbänden, den Prüfinstanzen und den Ländern.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) wurden im Jahr 2013 Empfehlungen zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation entwickelt und erfolgreich einem Praxistest unterzogen. Um eine dauerhafte Verstetigung der Ergebnisse aus dem Praxistest zu ermöglichen, bedarf es einer bundesweiten Implementierungsstrategie (IMPS).

Im September 2014 haben der GKV-SV, der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V. (BAGFW) die Entwicklung einer Implementierungsstrategie zur bundesweiten Umsetzung des Strukturmodells in Auftrag gegeben. 

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, beauftragte die IGES Institut GmbH gemeinsam mit der Expertin Elisabeth Beikirch mit der Einrichtung des Projektbüros zur flächendeckenden Umsetzung des Projekts "Entbürokratisierung der Pflegedokumentation".

Am 1. Januar 2015 nahm das Projektbüro seine Arbeit auf. Das Projektbüro war für die zentrale Koordination und Steuerung der bundesweit angelegten Aktivitäten zur Einführung des Strukturmodells verantwortlich. Es hatte die Aufgabe, die ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen bundesweit bei der Umsetzung der neuen Pflegedokumentation (das sogenannte "Strukturmodell") zu unterstützen und erstellte die erforderlichen Schulungsmaterialien für eine qualitätsgesicherte Einführung des Strukturmodells. Die zentrale Projektsteuerung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft BAGFW und dem bpa.

Die Förderung des Prozesses einer flächendeckenden Akzeptanz und Umsetzung des Strukturmodells ist ein gemeinsames Bestreben der Verbände der Einrichtungsträger auf Bundes- und Landesebene und des GKV-SV im Zusammenwirken mit der Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung und dem Bundesministerium für Gesundheit. Die geplante zweijährige Förderung einer Implementierungsstrategie war verbunden mit der Erwartung, dass sich bundesweit mindestens 25% ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen daran beteiligen. Ziel des Projekts war so die bundesweite Einführung und Umsetzung einer schlanken Pflegedokumentation.

Zum 1. November 2017 wurde die Verantwortung für das Projekt EinSTEP an die Trägerverbände der Pflege auf Bundesebene übergeben, die das EinSTEP-System, welches bereits erfolgreich in über 50% der Pflegeeinrichtungen in Deutschland eingesetzt wird, gemeinsam steuern. Die wesentlichen Strukturen des bisherigen Projektes werden beibehalten. Die Pflegebeauftragte sowie das Bundesgesundheitsministerium übernehmen die Schirmherrschaft und werden weiterhin eine maßgebliche Rolle insbesondere im und über den Lenkungsausschuss zusammen mit den Trägerverbänden wahrnehmen.